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Der kleine Prinz und das Eheglück

Hier tritt der kleine Prinz wieder auf. In verschiedenen Erzählungen lässt der Theologe und Erziehungswissenschaftler Frank Maibaum diese Figur des Saint-Exupéry zurück kommen. Diese Geschichte über das gemeinsam glücklich sein und glücklich bleiben eignet sich als moderne Lesung zur Trauung - besonders zu Ehejubiläen wie der silbenen, goldenen, diamantenen Hochzeit.

Das Glück wächst aus der Dankbarkeit

Der kleine Prinz, der vor vielen Jahren den Dichter Saint Exupéry begleitet hatte, war wieder auf die Erde gekommen, um mehr über die Menschen zu erfahren. Dazu setzte sich gern zu Menschen auf die Bank im Park. Da begegnete er denen, die innehalten, sich besinnen, ausspannen, zurück oder in die Zukunft blicken und sich zumeist einlassen auf ein Gespräch mit ihm.

"Wir sind zusammen alt geworden", sagte eine Frau. "Wir sind unseren Lebensweg Seite an Seite gegangen, wie wir es uns vor vielen Jahren am Traualtar versprochen haben", ergänzte der Mann an ihrer Seite, "und wir sind dankbar und glücklich, immer noch glücklich."

"Gern lerne ich etwas über das Glücklichsein", sagte der ewig kleine Prinz. "Ich habe schon viel gelernt über Traurigkeit, über Sorge und Not der Menschen, wenig über das Glück. Ich spüre, ihr lebt glücklich miteinander, ihr strahlt es aus. Sicher ist euer Zusammenleben geprägt von Harmonie und ihr habt euch nie gestritten."

"Nie gestritten?", wiederholt der Mann, "wir …" "Sehr oft", fiel ihm die Frau ins Wort. "Oh doch, auf unserem lagen gemeinsamen Weg haben immer wieder mal Meinungsverschiedenheiten ausgetragen. Dennoch blicken wir dankbar auf die gemeinsame Zeit zurück; ja, wir sind glücklich."

"Dankbar seid ihr, weil es euch sicherlich immer gut ging. Ihr bliebt verschont von Krankheit und Schmerz, von Trauer und von Rückschlägen", sagte der kleine Prinz. "Das erklärt eure Zufriedenheit.""Krankheit", antwortete der Mann, "davon können wir ein Lied singen.""Und von Schmerzen", ergänzte die Frau, "auch von traurigen Zeiten."

"Ich dachte, ihr seid so glücklich, weil euer Leben verschont war von Sorge und Not. Doch ihr habt alle Höhen und Tiefen durchlebt", sagte der kleine Prinz. "Und doch sprecht ihr von Glück?"

"Wenn ich auf unser Leben zurückschaue", sagte die Frau, "denke ich, wir sind noch heute so glücklich miteinander, weil wir stets dankbar waren, immer wieder dankbar." "Welche steinigen Strecken miteinander auch zu überwinden sind", ergänzte der Mann, "Undank sollte nicht das Herz ergreifen. Das wäre ungerecht, ungerecht dem Partner gegenüber, mit dem man so viele wunderbare Strecken ging, und ungerecht Gott gegenüber, der uns so viel schenkte."

"Glück und Dankbarkeit gehören zusammen?", fragte der kleine Prinz.

"Ich denke, Dankbarkeit ist ein wichtiger Schlüssel", sprach der Mann. "Glücklich kann nur sein und bleiben, wer dankbar ist."

"Ich habe von euch viel gelernt über das Glück der Menschen", sagte der ewig kleine Prinz. Und er wiederholte, um es sich zu merken: "Glücklich kann nur sein und bleiben, wer dankbar ist."

Die Geschichte stammt aus dem Buch Liebe wird sein, Liebe, was sonst!. Dort erschien sie als Trostgeschichte unter dem Titel "Aber der Dank bleibt". Für "hochzeit-trauung.de" hat der Autor sie leicht abgeändert.

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Personen, die bei der Trauung einen Text lesen, sollten auf der folgenden Seite die Tipps zum Lesen beachten.