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© Dipl.-Päd. Pfarrer Frank Maibaum / frank-maibaum.de

Stand: 05. Oktober 2014

Die Lesungen  im Hochzeitsgottesdienst

In jedem christlichen Gottesdienst werden biblische Texte gelesen - es gibt keinen Gottesdienst, keine Heilige Messe ohne die Lesung von Texten aus der Bibel. So ist es auch bei der kirchlichen Trauung.

1. Korinther 13, 1-13 (Das Hohelied der Liebe)

Kohelet (Prediger) - Einer allein - zwei zusammen

St. Exupéry: "Der Kleine Prinz" - nacherzählt

Der Ort, wo der Himmel die Erde berührt

Ratschläge zum Lesen eines Textes

Der Ratgeber zur kirchlichen Hochzeit: (6. Auflage)

Das Traubuch

Infos zum Buch

Schlagen Sie einen Lesetext vor!

Die Geistlichen, die den Gottesdienst (bzw. die Brautmesse) zur Trauung leiten, werden Bibelstellen zur Lesung aussuchen. Vielleicht möchten Sie zusätzlich einen Text vorschlagen. Hier sind Beispiele für passende Bibeltexte.

Das "Hohelied der Liebe" als biblische Lesung im Hochzeitsgottesdienst

offene BibelSehr passend für die Trauung ist das "Hohelied der Liebe", aus dem 1. Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth. Schön ist es, wenn der Text mit persönlichen Worten eingeleitet wird. Hier ein Beispiel - die Mutter des Bräutigams las es.

Die Mutter des Bräutigams leitete mit eigenen Worten die Lesung ein:

"In einem Brief schrieb der Apostel Paulus vor nun fast zweitausend Jahren welche Ansprüche er an Liebe stellt. Erschreckt nicht vor diesen hohen Ansprüchen. Natürlich wird eure Liebe nicht so fehlerlos sein. Aber als idealer Maßstab können diese Sätze helfen, in der alltäglichen Bedrohung die Liebe immer wieder neu zu finden. Vor dreißig Jahren wurde dieser Text zu unserer Trauung vom Pfarrer gelesen. Wir möchten ihn nun an euch weitergeben."

Hier ist der Bibeltext 1Kor 13,1-13:

(Kürzen Sie diesen Lesungstext nach Ihrem Gefühl!)

1 Wenn einer alle Sprachen der Menschen und sogar der Engel spricht, aber keine Liebe hat, ist er doch nur ein dröhnender Gong oder eine lärmende Pauke. 

2 Wenn einer göttliche Eingebungen hat und alle Geheimnisse Gottes kennt, wenn er den Glauben hat, der Berge versetzt, aber ohne Liebe ist, hat das alles keinen Wert.

3 Wenn einer seinen ganzen Besitz verteilt und den Feuertod auf sich nimmt, aber die Liebe nicht hat, ist alles umsonst.

4 Wer liebt hat Geduld. Er ist gütig und ereifert sich nicht; er prahlt nicht und spielt sich nicht auf. 

5 Wer liebt ist nicht taktlos, selbstsüchtig und reizbar. Er trägt keinem etwas nach.

6 Wer liebt freut sich nicht, wenn der andere Fehler macht, sondern wenn er das Rechte tut.

7 Wer liebt, gibt niemals jemanden auf. In jeder Lage vertraut und hofft er für ihn. Alles nimmt er geduldig auf sich.

8 Liebe behält ihren Wert. Die Weisheit der Propheten wird ein Ende haben. Das Wissen um die göttlichen Geheimnisse wird wird ein Ende haben.

9 Denn unser Wissen und Reden erfasst von der Wahrheit nur einen kleinen Teil.

10 Wir werden einmal die ganze Wahrheit sehen.

12 Wir sehen jetzt nur ein Bild wie in einem Spiegel und können es nicht deutlich erkennen. Dann aber stehen wir Gott selbst gegenüber. Dann werden wir ihn erkennen, wie er uns schon jetzt kennt.

13 Alles wird aufhören; nur Glaube, Hoffnung und die Liebe nicht. Diese drei bleiben; aber die Liebe steht am höchsten.

Der Vers 13 aus diesem 13. Kapitel des Korintherbriefs ist ein beliebter Trauspruch. Entscheidet man sich für ihn, so ist es sinnvoll, diesen gesamten Text (oder Ausschnitte davon) als Lesung vorzutragen.

Weiter: "Gemeinsam und mit Gott im Bunde"

 

Einer allein ist hilflos - mit Gefährten ist er stark!

aufgeschlagene Bibel LesungIm biblischen Buch Kohelet " (Prediger Salomo) im Alten Testament, findet man besonders passende Abschnitte für Lesungen im Hochzeitsgottesdienst. 

Als Lesungstext im Hochzeitsgottesdienst ist hier eine Zusammenstellung von Versen aus dem biblischen Buch "Prediger Salomo" (Kohelet) - Kohelet 4,8-12; unter Einbeziehung von Kohelet 1,8;5,9 und 6,7:

Da ist ein Mensch allein und kein zweiter teilt mit ihm den Lebensweg. Für wen müht er sich ab?

Solange er allein ist werden seine Begierden nie gestillt. Seine Mühen haben kein Ende und kein Ziel. Vergeblich fragt er sich nach dem Sinn des Lebens. Warum lässt er seine Seele Gutes entbehren? All deine Begierden werden nicht gestillt und deine Seele wird nicht gefüllt, solange du allein bist.

Auch wenn du gerne schaust, allein wird dein Auge nicht satt zu sehen; wenn du gerne hörst, allein wird dein Ohr nie zufrieden sein. Wer gerne isst, wird des Essens nicht satt, wer das Geld liebt, wird darin keine Befriedigung finden, denn er ist allein.

Gott spricht zu diesem Menschen: “Du Tor, für wen tust du all dies? Was du bereitet hast, für wen wird all dies sein.

Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist! Ja, zwei sind besser dran als ein einzelner Mensch, denn dann lohnt sich die Mühe, dann erhält das Leben Sinn. Stelle dir nur vor, wenn einer von beiden fällt - dann ist jemand da, der ihn aufrichtet. Wehe dem einzelnen, wenn er fällt.

Wenn ein einzelner Mensch im Bett liegt und friert, dann kann er so viele Decken nehmen wie er will – fehlt ihm ein Mensch, so wird ihm nicht warm werden. Doch zwei können sich gegenseitig wärmen.

Und stell dir vor, ein einzelner Mensch wird überwältigt. Hilflos ist er allein. Doch zu zweit haben sie Widerstandskraft. Eine Schnur, wenn sie nur aus einem Faden besteht, ist sie schwach. Doch eine geflochtene Schnur hält viel aus.

© Übersetzung: Frank Maibaum für Das Traubuch. Texte auf hochzeit-trauung.de dürfen für private Zwecke genutzt werden. Die Übernahme auf andere Internetseiten bzw. in Printmedien bedarf der ausdrücklichen, schriftlichen Genehmigung!

Weiter: Aus "Der Kleine Prinz"

 

 

Die Geistlichen sollten den Hochzeitsgottesdienst / die Braumesse nicht allein gestalten!

Es bereichert die Hochzeitszeremonie, wenn jemand aus dem Kreis der Hochzeitsgäste einen Text vorträgt. Das kann eine kleine Geschichte sein, die zum Thema "Liebe", "Ehe" bzw. "Zusammenleben" passt. Hier sind einige Beispiele für solche nichtbiblische Lesungen.

Zusammenfassung aus "Der kleine Prinz":

Du bist zeitlebens verantwortlich für das, was du dir vertraut gemacht hast!

Buch mit LesungGern wird bei der Trauung / Brautmesse aus "Der kleine Prinz" von St. Exupéry gelesen.

Ich habe einen größeren Abschnitt aus "Der kleine Prinz" zu einer Lesung zusammengefasst. Die Freundin einer Braut las diesen Text mit folgender Einleitung:

"Es gibt eine Geschichte, die in ganz besonders schöner Weise zeigt, was es heißt, einander anvertraut zu sein. Ich habe diese Geschichte, nachdem ich sie zum ersten Mal hörte, oft und gern gelesen und immer wieder neue Weisheiten darin entdeckt für das Zusammenleben von zwei Menschen. Ich möchte sie euch mit auf euren gemeinsamen Weg geben. Ich lese ein Stück daraus vor und schenke euch dann das Buch, in der Hoffnung, dass es euch helfen mag, das Geheimnis eurer Liebe immer wieder neu zu entdecken."

Es war einmal ein kleiner Prinz auf einem fernen Planeten. Dieser Planet war sehr klein, nicht größer als unsere Kirche. Der kleine Prinz lebte dort allein. Na ja, nicht ganz allein, denn dort wuchs eine Rose, eine einzige Rose, mehr nicht. Der Prinz liebte seine Rose über Alles. Wenn sie traurig war, tröstete er sie, wenn der Wind gegen die Blüte blies, umschloss er sie mit seinen Händen, wenn eine Raupe an den Blättern nagen wollte, stülpte er ein schützendes Glas über sie.

Eines Tages musste der Prinz seine Rose für kurze Zeit allein lassen, denn er flog zur Erde. Er landete hier mitten in einem Rosenfeld. Er sah die vielen Rosen und wurde sehr traurig. „Ich dachte, es gäbe nur eine Rose im ganzen Universum,“ sagte er, „meine Rose. Ich dachte sie sei etwas Besonderes. Doch es gibt so viele, und sie sind alle gleich schön.

Ich weiß nun gar nicht mehr, warum ich denn meine Rose so sehr liebe.“ In diesem Moment erschien ein Fuchs. „Wer bist du?“, sagte der kleine Prinz. „Ich bin ein Fuchs“, sagte der Fuchs. „Komm, spiel mit mir“, schlug der kleine Prinz vor. „Ich kann nicht mit dir spielen“, sagte der Fuchs, „ich bin noch nicht gezähmt! Zähmen bedeutet‚ sich vertraut zu machen. Noch bin ich für dich nur irgendein Fuchs, doch wenn du mich zähmst, bin ich einzigartig für dich.“ Also machte sich der kleine Prinz mit dem Fuchs vertraut. Sie blieben einige Zeit zusammen.

Als die Zeit des Abschieds kam, sagte der Fuchs: „Geh die Rosen wieder anschauen. Du wirst begreifen, dass die deine die einzige ist.“ Der kleine Prinz ging, die Rosen wiederzusehen. „Ihr seid gar nicht wie meine Rose,“ sagte er zu ihnen. Ihr seid wie mein Fuchs war. Er war nur ein Fuchs wie hunderttausend andere. Aber ich habe ihn zu meinem Freund gemacht, und jetzt ist er der einzige in der Welt. Ihr seid schön, aber ihr seid leer,“ sagte er noch. „Meine Rose habe ich begossen. Ich habe sie unter den Glassturz gestellt, sie beschützt, sie von Raupen befreit. Ich habe sie klagen und rühmen gehört und manchmal schweigen. Das ist meine Rose.“

Er kam zum Fuchs zurück. „Nun wirst du das Geheimnis verstehen,“ sagte der Fuchs, „das ich dir mitgebe; es ist ganz einfach: "Man sieht nur mit dem Herzen gut; alles Wesentliche ist für das Auge unsichtbar." Der kleine Prinz wiederholte, um es sich zu merken: „Alles Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.“ „Und noch etwas; die Menschen haben diese Wahrheit vergessen, aber du darfst nie vergessen: "Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich.“ „Ich bin für meine Rose verantwortlich“, wiederholte der Prinz, um es sich zu merken.

© Text Frank Maibaum für "Das Traubuch" 1999, J. F. Steinkopf Verlag. Texte auf hochzeit-trauung.de dürfen für private Zwecke gern genutzt werden. Die Übernahme auf andere Internetseiten bzw. in Printmedien bedarf der ausdrücklichen, schriftlichen Genehmigung!

Weiter: Geschichte - Himmel auf Erden

Die Geschichte, die Sie im linken Abschnitt lesen können, ist eine Zusammenfassung mehrerer Kapitel aus dem Buch "Der Kleine Prinz".

Das Buch vom kleinen Prinzen als Geschenk an das Brautpaar

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Sehr schön ist die alte Geschichte "Der Ort, an dem der Himmel die Erde küsst". Sie eignet sich als nichtbiblische Lesung in der Brautmesse. Gut kann sie aber auch außerhalb der Kirche im Rahmen der Hochzeitsfeier gelesen werden - z. B.  als Einleitung zu einer Hochzeitsrede.

Wo der Himmel die Erde küsst

Diese Geschichte kann so bei der Trauung gelesen oder erzählt werden:

Eine alte Legende erzählt, dass es da zwei Menschen gab, die überaus glücklich miteinander lebten. Sie waren zufrieden, mit dem was sie hatten und miteinander teilten. Ihre Liebe wuchs durch die Jahre ihres Zusammenlebens. Nichts und niemand konnte diese Liebe zerstören.

Eines Tages lasen sie in einem alten Buch, dass es da irgendwo, in weiter Ferne, vielleicht am Ende der Welt, einen Ort gäbe, wo unermessliches Glück herrsche. Ein Ort sollte dies sein, so sagte das alte Buch, an dem der Himmel die Erde küsst. Die beiden beschlossen, diesen Ort zu suchen. Der Weg war lang und voller Entbehrungen. Bald wussten sie nicht mehr, wie lange sie schon unterwegs waren; doch aufgeben wollten sie nicht. Fast am Ende ihrer Kraft, erreichten sie eine Tür, wie sie im Buch beschrieben war.

Hinter dieser Tür sollte es sich befinden: Das große Glück, das Ziel ihres Hoffens und Suchens. Welch eine Spannung war in ihnen – wie wird er aussehen, der Ort, an dem der Himmel die Erde küsst, der Ort, an dem ein solches Glück herrscht. Sie klopften an. Die Tür öffnete sich.

Sie fassten sich an der Hand und traten ein. Da standen sie nun – wieder mitten in ihrer Wohnung. Am Ende dieses langen Weges waren sie wieder bei sich Zuhause angekommen. Und sie verstanden: Der Ort, an dem der Himmel die Erde küsst, ist der Ort, an dem die Menschen sich küssen.

Der Ort, an dem der Himmel die Erde berührt, ist der Ort, an dem Menschen sich berühren. Der Ort, an dem der Himmel sich öffnet, ist der Ort, an dem Menschen sich füreinander öffnen. Der Ort des großen Glücks ist der Ort, an dem Menschen sich glücklich machen.

Die nichtbiblische Lesung kann eine Legende, ein Märchen, ein poetischer bzw. meditativer Text sein. Schön ist es, wenn diesen Text jemand der Verwandten oder aus dem Freundeskreis des Paares liest. Klären Sie im Traugespräch mit den Geistlichen, ob und an welcher Stelle eine solche Lesung möglich ist.

Weiter: Regeln zum Vortragen der Lesung

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Tipps zum Lesen eines Textes in der Kirche

Wer liest einen Bibeltext, eine Geschichte, ein Gedicht oder den Trauspruch?

Überlegen Sie, ob jemand aus Ihrem Freundeskreis, Bekannten- oder Verwandtenkreis einen Text in der Kirche lesen mag. Fragen Sie diese Person oder klären Sie dies auf einer Hochzeitsplanungsparty

Eine solche Beteiligung am Ablauf der Trauzeremonie gibt der Hochzeitsfeier eine persönliche und lebendige Note.

Den Text für die Lesung müssen Sie natürlich frühzeitig aussuchen, damit das Lesen geübt werden kann. Besser: Das Brautpaar bittet die Freunde, eine Lesung auszuwählen, um damit überrascht zu werden.

Der Vortrag muss nicht perfekt sein!

Ein Gottesdienst ist keine Theatervorstellung, der Vortrag muss also nicht perfekt sein. Aber die technischen und akustischen Bedingungen müssen schon stimmen. Es ist zu schade, wenn die Lesung an der Hochzeitsgesellschaft nur "vorbei rauscht".

Das muss vorher geklärt werden:

Von welcher Stelle soll gelesen werden? Wie nah muss ich an das Mikrophon? Muss ich die Höhe des Mikrophons verstellen? Wie laut und wie langsam muss ich sprechen, damit man mich auch hinten versteht? Es gibt sicherlich die Möglichkeit, das Lesen in der Hochzeitskirche zu üben.

 

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